Ob Polizisten Verwaltungsaufgaben wahrnehmen oder Recht und Ordnung schützen sollen, scheint eine unsinnige Frage zu sein – doch leider ist sie durchaus berechtigt. Denn die aufwändige Administration von Ordnungswidrigkeiten beansprucht viel Zeit… Zeit, in der die Ordnungshüter ihrer eigentlichen Aufgabe nicht nachkommen können. Die Polizei in Brandenburg war es leid und bereitet dem Papierkrieg nun ein Ende.
Verstöße gegen die Verkehrsordnung können im märkischen Lande bald direkt am Ort des Geschehens aufgenommen und bargeldlos bezahlt werden. Möglich machts OWI mobile, das die Falldaten per Mobilfunk in die Bußgeldstelle überträgt; reumütige Raser zahlen ihr Knöllchen auf der Stelle per Kreditkarte oder ec-Karte. Generalunternehmer T-Systems hat den IT-Profi SOFTCON beauftragt, das innovative System zu entwickeln. Als Experte für kartengestütztes Zahlen holte T-Systems easycash, Deutschlands führenden Anbieter von Kartenzahlungen, mit ins Boot.
Noch müssen in Brandenburg sämtliche Daten doppelt aufgenommen werden, wenn ein Autofahrer falsch in die Einbahnstraße biegt oder mit 80 km/h durch die Ortschaft braust. Vor Ort hält der Polizeibeamte zunächst alle relevanten Fakten auf einem Block fest; auf der Polizeiwache gibt er sie später noch einmal in den Computer ein. Äußerst aufwändig ist auch die Verwaltung der bar eingezogenen Verwarngelder. Um den Verbleib des Bargeldes genau zu dokumentieren, werden nummerierte Quittungsblöcke eingesetzt, deren vollständige Verwendung ebenso überprüft werden muss wie die Quittungen und Gelder selbst.
Bald jedoch wird alles anders. "OWI mobile verbindet Polizisten auf Streife mit dem Computersystem, das die Falldaten von Ordnungswidrigkeiten verwaltet", erklärt Michel Dorochevsky, Entwicklungsleiter des Münchner IT-Dienstleisters SOFTCON. "Die Daten werden über mobile Geräte, die die Beamten mit sich führen, direkt in das zentrale System eingespeist. Die bargeldlose Bezahlung wird ebenfalls überall dort möglich, wo ein Polizist im Einsatz ist – dank easycashs Online-Bezahllösung Paymaster."
Bei der Wahl der richtigen Bezahllösung für OWI mobile war detailliertes und zuverlässiges Reporting ein entscheidendes Kriterium. Um den Anforderungen der Bußgeldsystems zu genügen, ist eine tägliche Aufstellung aller getätigten Transaktionen notwendig, aus der die einzelnen Positionen hervorgehen. easycashs Paymaster erfüllt diese Anforderung virtuos. Ebenso wichtig: "Flexibilität. easycash hat sich die gesamte Projektabwicklung über äußerst flexibel gezeigt und uns von Anfang an ausgezeichnet unterstützt. Es stimmt alles."
Zurzeit befindet sich OWI mobile in der Testphase: Mitte April 2006 startete das auf sechs Monate angelegte Pilotprojekt, bei dem 60 Polizisten das System in der Praxis auf Herz und Nieren prüfen. Nach sechs Monaten soll das flächendeckende Roll-Out folgen. "Die Polizisten, die damit arbeiten, sind sehr angetan von dem System", berichtet Michel Dorochevsky. "Sie kommen sehr gut mit den Geräten zurecht – auch die älteren und weniger technikaffinen Kollegen haben mit der Bedienung keine Probleme. Das Interesse ist groß, und wir sind voll motiviert in den Betrieb gestartet."
Weitere Kontaktmöglichkeiten:
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