Bargeldlose Zahlung boomt – Bargeldanteil sinkt unter 60%

Eine neue Rekordmarke auf dem Weg zur bargeldlosen Gesellschaft ist erreicht: Im Jahr 2009 sank der Anteil der Barzahlungen im deutschen Einzelhandel erstmals unter 60 Prozent. Der Kartenanteil betrug ganze 37,5 Prozent und umfasste damit nun ein Umsatzvolumen von 137 Mrd. EUR - noch vor 15 Jahren waren es lediglich 6,2 Prozent und umgerechnet 21 Mrd. EUR. Ein rasanter Anstieg und ein Trend, der sich auch in Zukunft weiter fortsetzen wird.

Grundlegender Wandel im Zahlverhalten

In den letzten 15 Jahren hat sich das Zahlverhalten im Einzelhandel grundlegend gewandelt. 1994 dominierte Bargeld das Zahlverhalten noch mit einem soliden Vorsprung: Ganze 78,7 Prozent aller Zahlungen wurden bar beglichen. Scheck und Rechnung folgten mit 8,3 Prozent und 6,5 Prozent; vom geringen Anteil der Kartenzahlungen konnten Kreditkarten mit 3,3 Prozent über die Hälfte auf sich vereinen. Der Rückblick demonstriert anschaulich, wie rasch und tiefgreifend sich die Zahlgewohnheiten in Deutschland ändern - und weiterhin ändern werden.

Unterschriftsbasierte Zahlverfahren im Aufschwung

Die bargeldlose Zahlungsart mit dem höchsten Umsatzanteil war 2009 wie im Vorjahr das PIN-basierte Zahlverfahren girocard/electronic cash. Interessant ist, dass der Trend im Einzelhandel bei näherer Betrachtung eindeutig zum preisgünstigen Lastschriftverfahren geht: Bei mittelständischen Unternehmen sank die alleinige Nutzung von girocard/electronic cash um über 26 auf 19,7 Prozent während die alleinige Nutzung von Lastschriftverfahren einen Zuwachs von über 60 Prozent verzeichnen konnte. Mit ein Grund hierfür ist das verbraucherfreundliche unterschriftsbasierte Online-Lastschriftverfahren OLV® von easycash. Durch niedrige Kosten und gleichzeitige Risikoübernahme bietet dieses Verfahren eine kostengünstige Alternative zum teureren girocard-Verfahren.*

Immer mehr Deutsche besitzen Kreditkarten

In Deutschland gab es im Jahr 2009 erneut merklich mehr Inhaber und Akzeptanzstellen von Kreditkarten als im Vorjahr: Ende 2009/Anfang 2010 besaßen bereits rund 28 Millionen Endkunden eine Kreditkarte, fast 3 Millionen mehr als im Jahr zuvor. Damit gewinnt das international am weitesten verbreitete bargeldlose Zahlverfahren auch im Inland immer mehr an Beliebtheit. Höhere Umsätze und Kundenservice sind für die meisten Händler die wichtigsten Gründe für die Akzeptanz von Kreditkarten; viele ausländische Kunden, einfache Abwicklung und nicht zuletzt günstiger gewordene Konditionen spielen ebenfalls eine bedeutende Rolle.

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Quelle: Zahlung und Kundenbindung per Karte, EHI-Research, 04.05.2010
* Die Banken verlangen aktuell bei dem girocard-Verfahren 0,3% des Umsatzes, mindestens aber 8 Cent pro Transaktion

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